Ein Ausflug mit blogo

Neues CMS-Tool, neues Glück?

…geht auch auf dem IPad. 🙂

Update: Das Tool ist an sich „ganz nett“… aber das Abo-Prinzip (mindestens 69,99$/Jahr) ist für den Gelegenheits-Blogger (bzw. seltene Schreiberlinge wie mich) doch recht happig. Und mit der freien Version bleibt man auf ein Zielsystem beschränkt. Schade, aber so bleibe ich lieber bei Desk.pm oder den eingebauten Editoren (WP oder C5).

Nach Schießerei in Kalifornien

San-Bernardino-Schützin schwor offenbar IS die Treue

Stand: 04.12.2015 17:29 Uhr

Die Angreiferin bei der Schießerei mit 14 Todesopfern im kalifornischen San Bernardino hat offenbar auf ihrer Facebook-Seite der Dschihadistenmiliz IS die Treue geschworen. Das berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf Ermittler.

Nach der Schießerei mit 14 Todesopfern in Kalifornien gibt es Medienberichten zufolge nun erstmals eine Verbindung zur Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS). Die Frau, die zusammen mit ihrem Mann das Feuer bei einer Weihnachtsfeier in San Bernardino eröffnet hatte, schwor im sozialen Netzwerk Facebook offenbar dem IS die Treue, wie der US-Fernsehsender CNN und die Zeitung „New York Times“ berichteten. Demnach soll die Frau auf einem Facebook-Konto unter einem anderen Namen direkt IS-Chef Abu Bakr al-Bagdadi die Treue geschworen haben.

ARD Tagesschau

Drei von vier Deutschen wollen Gefährder nonstop überwachen – doch ist das möglich?

Der Westen steht im Visier des Islamischen Staates: Laut einer Umfrage wollen die Deutschen ihr Verhalten deshalb aber nicht ändern. Viele wünschen sich jedoch, dass polizbekannte Gefährder rund um die Uhr überwacht werden – offenbar ist dies aber schwierig.

Trotz der Terrorgefahr will die große Mehrheit der Deutschen das persönliche Verhalten nicht ändern. Entsprechend äußerten sich in einer Umfrage des Emnid-Instituts für die „Bild am Sonntag“ 89 Prozent. Elf Prozent der 502 Befragten gaben an, ihr Verhalten ändern zu wollen. Neun Prozent wollen konkret Besuche von Großveranstaltungen wie Weihnachtsmärkten, Fußballspielen oder Konzerten einschränken.

Um Terroranschläge zu verhindern, wünschen sich 77 Prozent, dass die Polizei Gefährder rund um die Uhr beobachtet, 20 Prozent sind dagegen…

Stern.de

Brüssel trotzt der Terrorgefahr

Stand: 22.11.2015 04:13 Uhr

Militär und Polizei auf den Straßen, die U-Bahn, viele Bars und Cafés geschlossen – in Belgiens Hauptstadt Brüssel gilt die höchste Terrorwarnstufe wegen des Verdachts von Anschlägen wie vor einer Woche in Paris. Auch wenn viele Angst verspüren, so sind sie doch in der Stadt unterwegs.

ARD – Brüssel trotzt…

Ein weiterer, verregneter Novembertag mit gemischten Nachrichten…

Ich muß gestehen, dass ich die Nachricht vom Tod des mutmaßlichen Anführers der Pariser Terroristen zwar nicht bejubelt, es aber auch gar nicht bedauert habe. Allerdings neige ich trotzdem dazu, diesen feigen Attentätern ein langes Leben hinter Gittern zu wünschen – den schnellen Abgang nach den Morden gönne ich Ihnen nicht. Sie stehlen sich aus der Verantwortung und suhlen sich in ihrer Selbstgefälligkeit, dem Anspruch, das Richtige im Namen ihres Gottes getan zu haben und werden leider (in diesem Leben) nicht mehr dazu kommen, über ihre Taten nachdenken zu müssen.

Welche Konsequenzen ziehe ich aus den letzten Tagen?

Was mein Verhalten, meine Pläne, meine Ansichten angeht: wenig. Ich weigere mich, mir von jemand mit Gewalt ein anderes Weltbild aufzwingen zu lassen. Zumal es noch nicht einmal die Option gibt, nebeneinander zu existieren.

Die islamistischen Fanatiker handeln nur nach der infantilen Maxime: ich will das nicht, es muss weg! Das widerspricht allen Werten, an die ich glaube und für die ich einstehe. Es widerspricht (nach meiner Meinung) auch den Traditionen der Wiege unserer Zivilisation. Wir haben ein Erbe auch aus dem Gebiet von Euphrat und Tigris, ein Vermächtnis in der Form von Palmyra, Petra, Abu Simbel. Ich kann die Weltanschauung ihrer Erbauer nicht teilen, aber ihre Leistung respektieren – genauso wie Machu Picchu, Angkor Wat oder Stonehenge oder die Alhambra. Welche Überheblichkeit, Arroganz und zeigt sich darin, dass man diese einmaligen Zeugnisse menschlicher Leistungsfähigkeit unwiderruflich zerstört?

Natürlich habe ich Angst, dass es auch in Deutschland bzw. in Europa weitere Attentate geben wird. Wird daraus ein globaler Krieg? Ich hoffe es nicht und glaube es auch nicht. Ich bin der Überzeugung, dass sich der “gesunde Menschenverstand” irgendwie durchsetzen wird. Allerdings kann es sein, dass es noch viele, auch unschuldige Opfer geben wird. Falls ich dazu gehören sollte, kann ich es durch keine meiner Handlungen verhindern. Ich werde nicht in den Krieg gegen den IS ziehen. Ich werde nicht dafür stimmen, Flüchtlinge pauschal aus Deutschland auszuweisen – auch wenn langfristig nicht jeder hier aufgenommen werden kann, beide Extreme – bedingungslose Aufnahme wie komplette Abschottung – sind keine sinnvollen Optionen.

Die Freiheit eines Jeden endet bei der Einschränkung seiner Mitmenschen. Wir können nicht auf Kosten anderer Leben, allerdings haben diese auch nicht das Recht, von mir die Aufgabe meines Lebens zu verlangen. Nur mit Toleranz und Kompromissbereitschaft werden wir langfristig auf dieser Welt miteinander existieren können.

Ok, nun will IS gerade das nicht. Aber ich unterstelle ihren Führern auch, dass es kaum um ihren Glauben und das Wohl ihrer Gefolgsleute geht – es geht um Macht und wirtschaftliche Interessen.

Können wir diesen Krieg gewinnen…

Paris, 13.11. 2015, Hannover, 17.11. 2015…

Ein Gedanke, der mich bereits länger beschäftigt: können wir – und damit meine ich Europa, Amerika aber auch (oder sogar vor allem) die direkt Betroffenen Menschen in Syrien, Afghanistan, oder in Nordafrika – können wir diesen Krieg gegen die Terroristen gewinnen? (Das dies ein Krieg ist, kann man wohl kaum ernsthaft bestreiten.) Es ist ein schmutziger Krieg, der bereits viele unschuldige Opfer gefordert hat. Der Millionen aus ihrer Heimat vertrieben hat. Bei dem – wieder einmal – religiöser und ideologischer Hass vermischt wird mit Machtpolitik und wirtschaftlichem Kalkül.

Doch zurück zu meiner Frage: was passiert in diesem Krieg?
– auf der Seite der (angeblich) religiösen Fanatiker stehen der sogenannte Islamische Staat, Boko Haram, Abu Sayyaf,… die mit Waffengewalt und Terror ihr Machtgebiet ausweiten wollen. Dabei haben sie offensichtlich keinerlei Hemmungen, alles zu vernichten was nicht in ihr Weltbild passt.
– auf der anderen Seite stehen „wir“ mit den westlichen Moralvorstellungen, Toleranz und Rücksichtnahme. Aber auch Kapitalismus, wirtschaftliche Hegemonie und westliches Vormachtgebahren.
– dazwischen stehen viele „Unbeteiligte“. Oder sollte ich sagen: Betroffene? Menschen, die zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Oder die das Richtige tun wollten, aber dafür verletzt oder getötet wurden – Entwicklungshelfer. Menschen, die ihr Zuhause er- bzw. behalten wollten.